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Bauarbeiten Weidetorbrücke: Neubau anstatt Tunnel

Verstärkungsarbeiten an der Weidetorbrücke bald abgeschlossen

Die Verstärkung der Weidetorbrücke ist nahezu abgeschlossen. Die Landesbehörde ist derzeit dabei, die letzten Aufgaben abzuarbeiten. Hierfür muss die Brücke an zwei Tagen gesperrt werden.

Am Samstag, 16. Mai, wird die endgültige Verkehrsführung auf der Brücke eingerichtet. Die Sperrung greift um 7 Uhr und dauert voraussichtlich bis Sonntagmorgen um 8 Uhr. Zum Fußball-Bundesligaspiel am Sonntag ist die Brücke also wieder geöffnet.

Darüber hinaus muss die Fahrbahn auf der Brücke markiert werden. Diese Arbeit wird voraussichtlich in der Woche nach Pfingsten erfolgen.

Fahrerinnen und Fahrer werden während der Sperrung vom Messeschnellweg auf den Weidertorkreisel und von dort wieder auf den Messeschnellweg geführt.

Weiter einspurig und gewichtsbeschränkt

Die Messeschnellwegbrücke über den Weidetorkreisel ist auch nach Abschluss der Verstärkung nur mit Fahrzeugen befahrbar, die weniger als 3,5 Tonnen wiegen. Für jede Fahrtrichtung steht weiterhin nur eine Spur zur Verfügung. Die Verstärkung der Brücke soll ermöglichen, sie bis zur Inbetriebnahme einer Behelfsbrücke unter Verkehr zu halten.

Der Messeschnellweg wird auch künftig auf einer Brücke über den Weidetorkreisel in Hannover geführt. Eine Tunnelalternative wurde verworfen. 

Die Zeit bis zur Inbetriebnahme des neuen Bauwerks soll eine Behelfsbrücke den Verkehr aufnehmen.

Brücke schläft Tunnel

Der Festlegung auf einen Brückenersatzneubau war ein intensiver Variantenvergleich vorausgegangen. Ergebnis ist unter anderem, dass eine Brücke bei zahlreichen Kriterien gegenüber einer Unterführung Vorteile hat. Dazu zählen die höhere Wirtschaftlichkeit, ein geringerer Flächenverbrauch sowie geringere Auswirkungen auf Flora, Fauna, Boden und Grundwasser.

Um Autofahrern für die Zwischenzeit die sichere und zuverlässige Passage des Messeschnellwegverkehrs zu ermöglichen, baut das Land Niedersachsen eine Behelfsbrücke. 

Zwischenlösung: Behelfsbrücke sichert Schnellwegverkehr

Die Vorbereitung für die Behelfsbrücke geht derweil voran. 

Die Planung sieht vor, dass die Behelfsbrücke etwa 210 Meter lang wird. Sie soll südlich der Bestandsbrücke entstehen. Die Anbindung an die städtischen Straßen bleibt erhalten. Mehr noch: Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke wird den städtischen Verkehr entlasten, weil sie schweren LKW-Verkehr wieder auf dem Messeschnellweg führen wird. Derzeit müssen LKW ab 3,5 Tonnen vom Messeschnellweg abfahren und über den Weidetorkreisel ausweichen.

Bau der Behelfsbrücke nicht vor 2028

Der Bau der Behelfsbrücke soll Mitte 2028 beginnen. Ehemals war ein Baustart bereits 2026 in Aussicht gestellt worden. Vorher muss das Baugebiet auf Gefahren durch Kampfmittel untersucht sowie Leitungsarbeiten durchgeführt werden. Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke ist für Ende 2030 vorgesehen.

Bestandsbrücke bleibt dank Verstärkung nutzbar

Um Verkehtsteilnehmern bis zur Inbetriebnahme der Behelfsbrücke die Nutzung der Bestandsbrücke sicher zu ermöglichen, ist die Landesbehörde weiterhin dabei, das Bauwerk zu verstärken. Die Arbeit soll bis April 2026 abgeschlossen sein.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr



Foto: © A_Bruno / Fotolia

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