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Bauarbeiten Weidetorbrücke: Neubau anstatt Tunnel

Am Messeschnellweg in Hannover stehen im Bereich des Weidetors in den kommenden Tagen mehrere Baumaßnahmen bevor.

Auf der Weidetorbrücke wird die endgültige Fahrbahnmarkierung aufgetragen, nachdem die Brückenverstärkung mittlerweile abgeschlossen ist. 

Im gleichen Zuge repariert die Landesbehörde auf der Brücke einen Unfallschaden an den Mittelschutzplanken. Die Markierung und die Reparatur sollen vom 7. bis 9. Juli erfolgen. Hierzu müssen einzelne Fahrspuren auf der Brücke zeitweilig gesperrt werden. Fahrerinnen und Fahrer werden für die Zeit der Sperrung über den Weidetorkreisel geführt.

Die Sperrungen umfassen die Fahrtrichtung Celle am Dienstag, 7. Juli, von 9 Uhr bis zum Nachmittag sowie die Fahrtrichtung Messe am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 7., 8., 9. Juli, jeweils von 10 Uhr bis zum Nachmittag. Arbeitsbeginn ist also nach dem jeweiligen Berufsverkehr. Die Arbeit kann nur bei passender Witterung erfolgen, also wenn es nicht regnet.

Eine weitere Maßnahme folgt am Donnerstagabend, 9. Juli. In der Auffahrt von der Klingerstraße auf den Messeschnellweg Richtung Hildesheim wird der Asphalt abgefräst und neu aufgebracht. Die Auffahrt muss für die Arbeit gesperrt werden. Um die Einschränkung möglichst zu minimieren, wird am Abend und in der Nacht gearbeitet.

Die Sperrung greift am 9. Juli um 18 Uhr und dauert voraussichtlich bis zum darauffolgenden Freitagmorgen um 6 Uhr an. Wer in dieser Zeit in Richtung Hildesheim auf den Messeschnellweg auffahren möchte, wird im Weidetorkreisel geradeaus auf die Karl-Wiechert-Allee geführt. Von dort geht es nach rechts auf die Kirchröder Straße und über die Anschlussstelle Pferdeturm auf den Messeschnellweg.

Weiter einspurig und gewichtsbeschränkt

Die Messeschnellwegbrücke über den Weidetorkreisel ist auch nach Abschluss der Verstärkung nur mit Fahrzeugen befahrbar, die weniger als 3,5 Tonnen wiegen. Für jede Fahrtrichtung steht weiterhin nur eine Spur zur Verfügung. Die Verstärkung der Brücke soll ermöglichen, sie bis zur Inbetriebnahme einer Behelfsbrücke unter Verkehr zu halten.

Der Messeschnellweg wird auch künftig auf einer Brücke über den Weidetorkreisel in Hannover geführt. Eine Tunnelalternative wurde verworfen. 

Die Zeit bis zur Inbetriebnahme des neuen Bauwerks soll eine Behelfsbrücke den Verkehr aufnehmen.

Brücke schlägt Tunnel

Der Festlegung auf einen Brückenersatzneubau war ein intensiver Variantenvergleich vorausgegangen. Ergebnis ist unter anderem, dass eine Brücke bei zahlreichen Kriterien gegenüber einer Unterführung Vorteile hat. Dazu zählen die höhere Wirtschaftlichkeit, ein geringerer Flächenverbrauch sowie geringere Auswirkungen auf Flora, Fauna, Boden und Grundwasser.

Um Autofahrern für die Zwischenzeit die sichere und zuverlässige Passage des Messeschnellwegverkehrs zu ermöglichen, baut das Land Niedersachsen eine Behelfsbrücke. 

Zwischenlösung: Behelfsbrücke sichert Schnellwegverkehr

Die Vorbereitung für die Behelfsbrücke geht derweil voran. 

Die Planung sieht vor, dass die Behelfsbrücke etwa 210 Meter lang wird. Sie soll südlich der Bestandsbrücke entstehen. Die Anbindung an die städtischen Straßen bleibt erhalten. Mehr noch: Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke wird den städtischen Verkehr entlasten, weil sie schweren LKW-Verkehr wieder auf dem Messeschnellweg führen wird. Derzeit müssen LKW ab 3,5 Tonnen vom Messeschnellweg abfahren und über den Weidetorkreisel ausweichen.

Bau der Behelfsbrücke nicht vor 2028

Der Bau der Behelfsbrücke soll Mitte 2028 beginnen. Ehemals war ein Baustart bereits 2026 in Aussicht gestellt worden. Vorher muss das Baugebiet auf Gefahren durch Kampfmittel untersucht sowie Leitungsarbeiten durchgeführt werden. Die Inbetriebnahme der Behelfsbrücke ist für Ende 2030 vorgesehen.

Bestandsbrücke bleibt dank Verstärkung nutzbar

Um Verkehtsteilnehmern bis zur Inbetriebnahme der Behelfsbrücke die Nutzung der Bestandsbrücke sicher zu ermöglichen, ist die Landesbehörde weiterhin dabei, das Bauwerk zu verstärken. Die Arbeit soll bis April 2026 abgeschlossen sein.

Quelle: Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr



Foto: © A_Bruno / Fotolia

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